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Folge 13: App-Versicherungsmodelle — günstiger digital?

Apps statt Briefpost: Wann digitale Modelle Prämien senken — und was Sie dafür einrichten müssen.

Digital · ca. 5 Min.

Folge 13 · Digital · ca. 5 Min.

App-Versicherungsmodelle — günstiger digital?

Stimme: Roxane

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App-Versicherungsmodelle — günstiger digital?

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Herzlich willkommen zum Global Sana Podcast. Ich bin Roxane.

Heute geht es um die Versicherungsmodelle, bei denen alles über eine App läuft. Und um die Frage, für wen sie sich rechnen und für wen nicht.

Der Hintergrund ist einfach. In der Schweizer Grundversicherung ist der Leistungskatalog gesetzlich festgelegt und für alle Kassen identisch. Was sich unterscheiden darf, ist der Weg, auf dem Sie zur Behandlung kommen. Genau darüber entstehen die alternativen Versicherungsmodelle, und genau dort liegt das Sparpotenzial.

Vier Modelle sind heute üblich.

Das Standardmodell mit freier Arztwahl. Sie gehen, zu wem Sie wollen. Das ist die teuerste Variante.

Das Hausarztmodell. Sie wählen eine Hausärztin und gehen bei jedem neuen Problem zuerst dorthin. Sie überweist weiter, wenn nötig.

Das H M O-Modell. Sie gehen in eine bestimmte Gruppenpraxis. Etwas stärker gebunden, dafür günstiger.

Und das Telmed- oder App-Modell. Sie rufen vor jedem Arztbesuch eine telemedizinische Beratung an oder starten sie in der App. Erst danach gehen Sie in die Praxis.

Die App-Modelle sind die konsequenteste Version davon. Bei einigen Anbietern läuft praktisch alles über das Telefon: Beratung starten, Rechnungen fotografieren, Leistungsabrechnung einsehen, Arztzeugnis anfordern, Termin buchen. Papier kommt kaum noch vor.

Reden wir über die Ersparnis, denn die ist der Grund, warum Sie zuhören.

Je nach Kanton, Anbieter und Altersgruppe liegt der Rabatt gegenüber dem Standardmodell im Bereich von rund zehn bis zwanzig Prozent der Grundversicherungsprämie. Für einen Zürcher Haushalt mit zwei Erwachsenen sind das über ein Jahr schnell mehrere hundert Franken. Bei einer Familie mit Kindern entsprechend mehr.

Und das Wichtigste dabei: Der Leistungskatalog bleibt identisch. Sie verzichten nicht auf Behandlung. Sie verändern nur den ersten Schritt.

Jetzt die Bedingungen, denn ohne die wäre das Bild unvollständig.

Erstens: Die Reihenfolge ist verbindlich. Wenn Sie im Telmed-Modell direkt in eine Praxis gehen, ohne vorher anzurufen, kann die Kasse die Kostenübernahme kürzen oder ablehnen. Es gibt Ausnahmen, typischerweise Notfälle, Augenarzt, Gynäkologie und die jährliche Kontrolle, aber diese Ausnahmen sind je nach Anbieter unterschiedlich definiert. Diese Liste sollten Sie kennen, bevor Sie unterschreiben.

Zweitens: Das Modell passt nicht zu jedem Leben. Wer eine chronische Erkrankung hat und regelmässig denselben Spezialisten sieht, für den ist der zusätzliche Anruf ein Umweg ohne Nutzen. Wer eine Hausärztin hat, der er seit zwanzig Jahren vertraut, sollte das Hausarztmodell prüfen und nicht Telmed. Und wer mit digitalen Abläufen fremdelt, wird sich in einem reinen App-Modell nicht wohlfühlen. Das ist kein Makel, das ist einfach eine Passungsfrage.

Drittens, und das ist der Punkt, den ich in Beratungen am häufigsten geradebiegen muss: Ein günstiges App-Modell in der Grundversicherung sagt nichts darüber aus, wie gut Ihre Zusatzversicherung ist. Das sind zwei getrennte Ebenen. Sie können ein sehr günstiges digitales Grundversicherungsmodell mit einer erstklassigen Spitalzusatzdeckung kombinieren, sogar bei unterschiedlichen Gesellschaften. Genau diese Kombination ist meistens die wirtschaftlich klügste.

Was diese Modelle im Alltag tatsächlich bringen, geht dabei fast unter.

Wenn Ihr Kind am Sonntagabend Fieber hat, ist die Frage nicht, ob Sie zwölf Prozent Prämie sparen. Die Frage ist, ob Sie in zwanzig Minuten eine Ärztin sprechen oder am Montagmorgen in einer vollen Praxis sitzen. Diese Modelle sind nicht nur billiger. Für viele Familien sind sie schlicht praktischer.

Und ein weiterer Vorteil, der selten genannt wird: Sie sehen Ihre Leistungsabrechnungen in Echtzeit. Damit sehen Sie auch, wie weit Ihre Franchise aufgebraucht ist. Wer das weiss, kann planbare Behandlungen sinnvoll terminieren. Das ist ein Hebel, der nichts kostet und den kaum jemand nutzt.

Damit zum Praktischen.

Wir haben den Modellvergleich Zürich erstellt. Sie geben Wohnort, Alter und Ihr heutiges Modell ein und sehen anschliessend, was Standard, Hausarzt, H M O und Telmed in Ihrer Situation konkret kosten. Dazu für jedes App-Modell die Ausnahmeliste, also die Fälle, in denen Sie ohne vorherigen Anruf direkt zum Arzt dürfen.

Sie finden ihn unter globalsana.ch/appmodelle. Kostenlos.

Und weil der Wechsel der Grundversicherung eine Frist hat, in der Regel den dreissigsten November: Buchen Sie zwanzig Minuten mit einer unserer Beraterinnen. Wir rechnen Ihre Optimierung durch und übernehmen auf Wunsch Kündigung und Antrag fristgerecht. Den Kalender finden Sie auf derselben Seite.

Ein letzter Hinweis, und der ist wichtig. Optimieren Sie die Grundversicherung so aggressiv Sie wollen. Aber kündigen Sie dabei niemals unbedacht eine bestehende Zusatzversicherung. Für die gilt eine Gesundheitsprüfung, und die Rückkehr ist nicht garantiert.

Vielen Dank fürs Zuhören. In der nächsten Folge sprechen wir über ein Thema, das viele Familien jahrelang begleitet, bevor sie überhaupt eine Diagnose haben: die Abklärung im Autismus-Spektrum.

Bis dahin: Prüfen Sie Ihr Modell.

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